Die Gemeinden Grasbrunn und Unterföhring haben neue Bürgermeister, in der Stadt Haar triumphiert der bisherige Rathauschef. In Ismaning und Feldkirchen wird es hingegen am Sonntag, 22. März, Stichwahlen geben, ebenso bei der Landratswahl.
In der Stadt Haar hat Bürgermeister Andreas Bukowski einen klaren Sieg eingefahren und darf sich nun über eine zweite Amtszeit freuen. 65,1 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für den CSU-Kandidaten. Abgeschlagen auf Platz zwei landete Peter Schießl (SPD, 14,4 Prozent) knapp vor Ulrich Leiner (Grüne, 13,2 Prozent). Zur Wahl in Haar standen außerdem Christoph Rätscher (AfD, 5,3 Prozent) und Peter Siemsen (FDP, 2,0 Prozent).
Bei der Stadtratswahl in Haar hatte ebenfalls die CSU klar die Nase vorn, verpasste mit 48,0 Prozent aber eine absolute Mehrheit. Die Grünen kamen auf 18,3 Prozent, die SPD auf 17,1 Prozent. Zudem dürfen AfD, FDP und die UBH (Unabhängige Bürger Haar) Vertreter in das Gremium entsenden.
In Unterföhring, wo Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) nicht mehr angetreten war, haben die Wählerinnen und Wähler Florian Klietsch auf Anhieb zum neuen Rathauschef gekürt: 52,8 Prozent der Stimmen entfielen auf den SPD-Kandidaten. Claudia Leitner (CSU) bekam 30,9 Prozent und verpasste damit die Stichwahl. Für Suzanne Saran Diané (Grüne) stimmten 8,6 Prozent, für Anette Westarp (FDP) 7,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler.
Grasbrunn hat einen ebenfalls neuen Bürgermeister: Sebastian Stüwe folgt dem nicht mehr zur Wahl stehenden langjährigen Rathauschef Klaus Korneder (SPD) nach. Stüwe, der als gemeinsamer Kandidat von CSU und FWG angetreten war, holte bereits im ersten Wahlgang 73,0 Prozent der Stimmen. Er siegte damit deutlich vor seinem Kontrahenten Andreas Ziegler (SPD, 27,0 Prozent) und wird nun den Chefsessel im Rathaus übernehmen.
Noch keine Entscheidung ist hingegen in Feldkirchen gefallen: Der amtierende Rathauschef Andreas Janson (UWV) erhielt im ersten Wahlgang 45,2 Prozent der Stimmen und muss nun am 22. März in einer Stichwahl gegen Herbert Vanvolsem (CSU, 29,4 Prozent) antreten. Nach dem ersten Wahlgang ausgeschieden ist Christian Wilhelm (SPD, 25,4 Prozent).
Auch in Ismaning bleibt es weiter spannend: Amtsinhaber Alexander Greulich (SPD) führt das Feld der vier Bewerber zwar an, mit 44,4 Prozent - rund 22 Prozent weniger als bei der Bürgermeisterwahl 2020 - reichte es allerdings nicht zum Sieg. Die CSU-Kandidatin Sabine Wilhelm bekam 31,0 Prozent der Stimmen und schaffte es somit in die Stichwahl. Dahinter folgen Georg Everwand (Grüne, 14,1 Prozent) und der aktuelle Zweite Bürgermeister Max Kraus (Freie Wähler, 10,5 Prozent).
In Aschheim und Kirchheim wurde diesmal kein Bürgermeister gewählt, wohl aber die Gemeinderäte. Stärkste Kraft in Kirchheim wurde die CSU (34,4 Prozent) vor SPD (25,0 Prozent) und den Grünen (15,4 Prozent). Im Gemeinderat vertreten sind außerdem JU (12,1 Prozent), VFW (8,4 Prozent) und FDP (4,7 Prozent). In Aschheim standen nur vier Listen zur Wahl: Auch hier gewann die CSU (46,4 Prozent) vor den Unabhängigen Bürgern Aschheim/Dornach (24,7 Prozent), den Grünen (20,1 Prozent) und der SPD, die nur 8,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinte.
Besonderen Grund zur Freude hatte die aktuelle Dritte Bürgermeisterin der Gemeinde Aschheim, Marion Seitz: Sie trat als Kandidatin der Grünen bei der Landratswahl an und belegte mit 20,8 Prozent im ersten Wahlgang Platz zwei hinter Amtsinhaber Christoph Göbel (CSU), der 46,3 Prozent einfuhr. Dahinter landeten Wolfgang Panzer (SPD, 12,7 Prozent), Gerold Otten (AfD, 8,0 Prozent), Nikolaus Kraus (FW, 7,8 Prozent) und Katharina Diem (FDP, 4,4 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 63,8 Prozent. Bei der Stichwahl am 22. März treten nun Göbel und Seitz erneut gegeneinander um den Chefsessel im Landratsamt München an.